Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn

Jobtickets ab dem 1. Oktober

Ab dem 1. Oktober wird es für die Beschäftigten der Limburger Stadtverwaltung ein Jobticket geben. „Das ist ein attraktives Angebot an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zugleich ein Beitrag der Stadt, die Schadstoffbelastung in der Limburger Innenstadt zu reduzieren“, macht Bürgermeister Dr. Marius Hahn deutlich. Natürlich hofft er darauf, dass es in der Stadt weitere Behörden, Firmen und Institutionen gibt, die dem Beispiel der Stadt folgen und mit Jobtickets ihren Mitarbeitern den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr erleichtern.

Mit einem Jobticket für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wartet die Stadt Limburg ab dem 1. Oktober auf.

Die Einführung des Jobtickets in der Stadtverwaltung geht zurück auf einen Haushaltsbegleitbeschuss, der im Rahmen der Etatberatungen Ende vergangenen Jahres von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde. Der Magistrat wurde damit gebeten, ein Job-Ticket mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund auszuhandeln. Das ist geschehen. Die inzwischen vorgelegte und von der Stadtversammlung positiv beschiedene Lösung sieht wie folgt aus: Mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund wird ein Rahmenvertrag über die Leistung besonderer Zeitkarten abgeschlossen, die Stadt stellt im kommenden Jahr 33000 Euro an finanziellen Mitteln zur Verfügung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten ein Jobticket gegen eine monatliche Kostenbeteiligung in Höhe von 9,19 Euro, was zu einem Jahresbeitrag von 110,28 Euro führt.

Im Vorfeld wurden die Mitarbeiter/innen im Rathaus im Rahmen einer sogenannten Mobilitätsstudie befragt, rund 50 Prozent der Beschäftigten nahmen an der anonymen Befragung teil. 20 Mitarbeiter/innen nutzen derzeit schon die Verkehrsmittel des RMV, um ihren Arbeitsplatz in der Stadtverwaltung zu erreichen. Der Anteil der Nutzer soll sich durch das Jobticket natürlich deutlich erhöhen. Gegenüber den regulären Fahrpreisen gibt es durch das Jobticket eine deutliche Ersparnis. In der Preisstufe 1 liegt sie bei rund 320 Euro jährlich und somit bei fast 75 Prozent, in der Preisstufe 6 beträgt die Ersparnis über 2000 Euro und damit fast 95 Prozent gegenüber dem regulären Fahrpreis.

Grenzkonflikte

Das Jobticket ist auch noch unter einem anderen Aspekt attraktiv. Das Ticket beinhaltet eine so genannte Mitnahmeregelung. Jobticket-Inhaber können täglich von 19 Uhr an einen Erwachsenen und beliebig viele Kinder unter 15 Jahren mitnehmen, an Samstagen, Sonntagen und an Feiertagen in Hessen gilt diese Regelung ganztags.

Das Job-Ticket mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund ist quasi eingetütet. Allerdings kommen nach Angaben von Michael Wolf, Leiter der Personal- und Organisationsabteilung im Rathaus, doch eine erhebliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Rhein-Lahn- und dem Westerwaldkreis, somit aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz und damit aus dem Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel (VRM). Da es zwischen den beiden Verkehrsverbünden noch keinen Übergangstarif im Grenzbereich gibt (zwischen den beiden Städten Wiesbaden und Mainz ist so etwas seit vielen Jahren möglich), gibt es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Nachbar-Bundesland noch kein Jobticket.

Vorreiterrolle

Es ist zwar Bewegung in diesem Bereich, nachdem sich mit Frank Puchtler der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises eingeschaltet hat, aber für Limburgs Bürgermeister Hahn ist das noch nicht weitgehend genug. „Wir können nicht noch mit dem VRM über ein Jobticket verhandeln“, macht er deutlich. Nach seiner Einschätzung kann es nur darum gehen, dass der RMV mit dem benachbarten Verkehrsverbund eine gemeinsame Lösung hinbekommt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, das Jobticket auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Rheinland-Pfalz anbieten zu können“, so Hahn. Wenn die Stadt eine Lösung für ein länder- bzw. verbundübergreifendes Jobticket erreiche, dann stehe dies auch anderen Unternehmen, Behörden und Institutionen offen.

Für den Limburger Bürgermeister ist das Jobticket nicht nur ein wichtiger Baustein für den Luftreinhalteplan, sondern auch ein Attraktivitätsgewinn für den Arbeitsplatz im Rathaus. „So etwas gibt es in anderen Kommunen noch nicht“, macht Hahn deutlich. Die Stadt Limburg übernehme dabei eine Vorreiterrolle im gesamten Bereich der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil, die die Landkreise Lahn-Dill und Limburg-Weilburg umfasse.

weitere Informationen