Hilfsnavigation

Sprache
Logo Stadt Limburg an der Lahn

Bezauberndes Dom-Licht-Spiel

Die Bilder und Farben wechseln in der Dunkelheit ständig. Viele Augen schauen interessiert auf die Fassade des Limburger Doms. Der Platz vor dem Limburger Wahrzeichen ist voller Menschen. Das „Limburger Lichtfestival“ hat sie angelockt. Nach 20 Minuten ist die Illumination vorbei, Abspann. Dieser verkündet Luxmuralis als Schöpfer der vielen Bilder, des Lichts und der begleitenden Musik. Applaus gibt es nach jedem Durchlauf.

Eine riesengroße Madonnenfigur an der Fassade des Limburger Doms - und Tausende schauten zu.

Ob Engel oder Madonnenfiguren, Noten oder Liedtexte, Sterne, Christbaumkugeln, alles entsteht auf der Fassade des Doms. Der steht schon seit vielen Hundert Jahren an dieser Stelle, hat sich zwar auch gewandelt, aber so wie am Freitag- und Samstagabend hat er sich noch nie präsentiert. Immer wieder entstehen auf ihm neue Bilder, entwickeln sich über dem Eingangsportal, weiten sich aus und greifen schließlich auf die komplette Fassade mit den beiden Türmen über.

Das Licht, das sich über die Köpfe der Besucher den Weg bis zur Fassade bahnt, hat seinen Ausgangspunkt in einem schwarzen Pavillon an der Mauer, die den Parkplatz vom Domplatz trennt. Dort ist die komplette Technik aufgebaut, die das farbige Licht auf den Weg schickt, die verschiedenen Überlappungen der Bilder erzeugt und die elektronischen Signale gesendet, die in sich in den Lautsprechern zu Musik verwandeln.

Peter Walker und David Harper sind die Köpfe von Luxmuralis, die Ideengeber und Gestalter dessen, was sich für Auge und Ohr auf dem Domplatz und der Fassade des Doms abgespielt. Harper ist für die Musik verantwortlich, Peter Walker für die Illumination. Während das Licht immer wieder neue Bilder auf der Domfassade entstehen lässt, sind beide nicht zu sehen.

Band der Freundschaft

: Zwischen den Zelte des Weihnachtsmarktes vor dem Dom gab es keinen Platz mehr, die Besucherinnen und Besucher stand bei der Premiere in der Domstraße bis zur Einmündung der Nonnenmauer zurück.

Doch vor dem Start am Freitagabend hatte sich Peter Walker im Kolpinghaus dafür bedankt, seine Illuminationskunst in Limburg zeigen zu dürfen. Für ihn ist das „Limburger Lichtfestival“ auch ein wichtiges Band der Freundschaft zwischen Limburg und dem englischen Lichfield, der Heimatstadt von Walker. Seit 25 Jahren sind die beiden Städte freundschaftlich miteinander verbunden. Dieses Band gilt es zu stärken, das ist ein Anliegen von Walker, der zur Vorbereitung des Limburger Lichtfestivals auch die Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der PPC- und der Dessauer-Schule gesucht hat. Von dort hat er einige Ideen hinsichtlich weihnachtlicher Motive erhalten, die er in seine Show eingebaut hat.

„Ich bin begeistert!“, sagte Bürgermeister Dr. Marius Hahn nach der Premiere am Freitagabend. Nicht nur die eindrucksvolle Show von Peter Walker und David Harper überzeugte ihn, sondern auch die Resonanz bei den Besuchern. Der Domplatz war proppevoll und die Besucher stauten sich in der Domstraße weit zurück. Am Freitagabend gab es kaum noch einen Parkplatz in der Stadt, selbst in den Randbereichen signalisierten die vielen abgestellten Autos, dass in Limburg etwas los sein muss. Der Weg zum Dom hinauf nahm Zeit in Anspruch, die vollen Gassen ließen einen zügigen Schritt nicht zu.

Wiederholung angestrebt

„Das Lichtfestival sollte dringend wiederholt werden“, ist Hahn überzeugt. Es sei auf jeden Fall ein Gewinn für die Stadt. Ein Gewinn auch deshalb, weil die Finanzierung fast ausschließlich über Sponsoren ermöglicht wurde. Für sie gab es vor dem Start des Lichfestivals einen Empfang im Kolpinghaus, an dem auch Bischof Georg Bätzing teilnahm. „Ich habe mich sofort in diese Stadt verliebt“, erzählte dort Peter Walker, der vor zwei Jahren zum ersten Mal in Limburg war und der im vergangenen Jahr als Bildhauer eine Ausstellung in den Kunstsammlungen der Stadt bestückt hatte.

In diesem Zusammenhang improvisierte Walker auch einige Illuminationen in Limburg. Die wiederum machten Bürgermeister Hahn neugierig auf mehr. Und damit konnte Walker durchaus aufwartet, schließlich arbeitet er schon seit zehn Jahren mit Illuminationsprojekten. Und Erfahrungen, Lichtkunst und große Kirche miteinander zu verbinden, hat er auch. Die Kathedrale in seiner Heimatstadt nutzt Walker immer wieder.

Weihnachtsmarkt und Sponsoren

Oft begannen die einzelnen Bilder, die Peter Walker auf die Fassade an den Dom projizierte, klein über dem Eingangsportal - und breiteten sich anschließend auf der kompletten Fassade aus.

Während das Lichtfestival sich auf zwei Stunden in der Dunkelheit begrenzte, stand der kleine Weihnachtsmarkt vor dem Dom den Besuchern deutlich länger zur Verfügung. Er war als Ergänzung zu dem Licht- und Klangfestival gedacht und wartete mit einigen Besonderheiten auf, exklusive Getränke und handgeschöpfte Schokolade, Weihnachtsschmuck aus Marmor vom Lahn-Marmor-Museum und noch ein wenig mehr.

Diese Sponsoren ermöglichten das Limburger Lichtfestival: Dr. Fischer Group, EVL, Bimatec Soraluce, design112, Adler Modemärkte, Moba, MNT Gruppe, RS Torsysteme und die Kreissparkasse Limburg.

weitere Informationen