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Alter Friedhof: Bürgerversammlung zur Umgestaltung

Um die Umgestaltung des alten Friedhofs geht es in einer Informationsveranstaltung, zu der der Magistrat am Donnerstag, 21. Juni, die Bürger der Altstadt einlädt. Von 19 Uhr an werden die Pläne für die Umgestaltung im Großen Sitzungssaal des Rathauses vorgestellt. Ein Teil des Domplateaus soll Anfang kommenden Jahres umgestaltet werden. Im Rahmen der Veranstaltung können Bürger ihre Anregungen einbringen, die auch protokolliert werden. Gibt es gegenüber den vorgestellten Plänen wesentlichen Änderungsbedarf durch die Bürger, wird dies dem Ortsbeirat vorgelegt, der dann darüber zu befinden hat.
Der Blick durch das Eingangstor auf das Areal des alten Friedhofs. Die Umgestaltung ist für Anfang des kommenden Jahres vorgesehen.
Staudenbeete, Klostergärtchen, Sonnensofa oder auch die Nutzbarmachung des Lahnbalkons sind Schlagworte aus dem Konzept zur Verbesserung des Domplateaus, das die Verwaltung mit Unterstützung von Fachplanern den Gremien der Stadt vorgelegt hat. Die Stadtverordnetenversammlung hat diesem Konzept auch einstimmig zugestimmt. Die Wegestruktur auf dem alten Friedhof soll erhalten bleiben und grundsätzlich auf Wege mit einer Breite von zwei Metern ausgebaut werden. Ziel ist es zudem, das Areal behindertengerecht zugänglich zu machen.

Der Parkplatz entlang der Domstraße bleibt erhalten, die vorhandenen 25 Parkplätze bleiben bestehen. Zum Konzept gehören auch sogenannte grünordnerische Maßnahmen. Wild gewachsene Bäume, vor allem Nadelhölzer, werden entfernt, auch um die alten Gehölzstrukturen besser zur Geltung zu bringen. Auch gilt es Sichtbeziehungen wiederherzustellen. Der westliche Friedhofsbereich soll als Liege- und Erholungswiese genutzt werden und erhält dazu Sitz- und Liegemöbel. Zudem sind dort Staudenbeete und ein kleines Kräutergärtchen vorgesehen.

Lahnbalkon nutzbar machen

Die wenigen Grabmale auf der Wiese sollen in den östlichen Bereich zu den dort vorhandenen Gräbern zusammengefasst werden. Die städtischen Grabplatten aus dem Schlosshof sollen an der Nordwestseite auf einem kleinen Platz als stehende Platten in eine Mauer eingelassen werden. Auf der Nordseite ist ein Aussichtspunkt vorgesehen. Der westlich der Michaelskapelle vorhandene Lahnbalkon ist aktuell nicht zugänglich und total verwildert. Das soll sich ändern. Mit Bänken und Pergola soll es in Zukunft möglich sein, von dort aus einen schönen Blick auf das Lahntal und die Rabeninsel zu genießen.

Zu dem Konzept der Umgestaltung gehört auch eine entsprechende Ausstattung des Areals mit einer Beleuchtung. Die vorgesehenen Leuchten sind relativ niedrig gehalten, um das Bild im Umfeld des Domes nicht zu beeinträchtigen. Eine helle Ausleuchtung des Lahnbalkons ist ebenso vorgesehen wie ein Anstrahlen von Bäumen, der Michaelskapelle oder auch der Grabplatten.

Die Fläche unterhalb des Kiosks und der Toilettenlage entlang der Domstraße ist nicht Bestandteil des vorgelegten Konzepts.

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