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07.12.2017

»Bienvenue« in Limburg

Das »Bienvenue« von Bürgermeister Dr. Marius Hahn im großen Sitzungssaal des Rathauses galt den jungen Besucherinnen und Besuchern aus Saint Maximin la Sainte Baume, die zu Gast an der Limburger Leo-Sternberg-Schule sind.

1000 Kilometer liegen zwischen Limburg und Saint Maximin la Sainte Baume in Südfrankreich. Keine große Entfernung im Online-Zeitalter, aber immer noch eine ganz passable Distanz, wenn sie während der Schulzeit zurückgelegt werden muss. Schülerinnen und Schüler des "Lycée Privé Provence verte" in Saint Maximin haben sich auf den Weg gemacht und sind derzeit zu Gast an der Leo-Sternberg-Schule in Limburg. Die Verbindung hat ihren Ursprung, als die Sternberg-Schule noch Europa-Schule war und an dem Comenius-Projekt teilnahm. Und manchmal überdauern die Verbindungen, die geknüpft werden, Programme auf europäischer oder nationaler Ebene.

„Es ist kein Austausch, um die jeweils andere Sprache kennenzulernen. Es ist ein Austausch, um etwas über die unterschiedlichen Lebensweisen und -gewohnheiten kennenzulernen“, erzählt Andreas Waldhauer, der als Lehrer den Austausch seit vielen Jahren begleitet. Dabei unterrichtet er noch nicht einmal Französisch, er spricht die Sprache und übersetzte beim Empfang im großen Sitzungssaal auch die kurze Vorstellung Limburgs durch Bürgermeister Dr. Marius Hahn, doch vor allem ist Waldhauer überzeugter Europäer und deshalb stark an einem Weiterbestand des Austauschs interessiert.

Untergebracht sind die zwei Klassen aus der südfranzösischen Stadt mit rund 15.000 Einwohner in Gastfamilien. Das wird von Jahr zu Jahr schwieriger, stellt Waldhauer fest. Während sich in Frankreich, die Sternberg-Schule unterhält auch noch Kontakte zu einer Schule in Feurs, bereitwillig Familien fänden, um Gastschüler/innen aus Limburg aufzunehmen, seien immer weniger Familien in Limburg und Umgebung bereit, den Austausch aktiv zu unterstützten, indem sie Schülerinnen und Schüler für einige Tage bei sich aufnehmen.

„Bienvenue“, Bürgermeister Hahn hieß die jungen Besucherinnen und Besucher im großen Sitzungssaal willkommen, wies auf einige Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten Limburgs hin, die während eines Besuchs auf die To-Do-Liste gehörten und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der Stadt. Natürlich wartete er auch mit einem kleinen Gastgeschenk auf, für alle gab es einen Schlüsselanhänger und alle durften sich in das Gästebuch der Stadt eintragen.

Eine Woche sind die Schülerinnen und Schüler zu Gast. Die Gewohnheiten und Lebensumstände kennenzulernen steht dabei im Mittelpunkt. Natürlich gibt es für die Gäste ein recht kompaktes Programm, neben einer Altstadtführung gehören auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung dazu. In Heckholzhausen steht zum Beispiel der Besuch eines Bauernhofs mit eigener Metzgerei und Selbstvermarktung auf der Agenda, ein Abstecher nach Weilburg ist vorgesehen und natürlich geht es auch nach Frankfurt.

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